So gelingt die Babyparty

Gruppen von Frauen bei Babyparty Babyshower

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Lange Zeit galten Babyshower-Parties als Relikt angelsächsischer oder englischsprachiger Länder. Doch was von Großbritanien, Irland und Schottland aus die USA und Kanada erreichte, kehrt nun auf’s europäische Festland zurück. Auch in unseren Breiten erfreuen sich vorgeburtliche Feste zunehmend größerer Beliebtheit. Was genau es damit auf sich hat und wie Sie eine Babyparty gestalten können, verraten wir Ihnen hier:

Nomen est omen

Wie die Bezeichnung schon ahnen lässt, handelt es sich bei Babyparties um Feierlichkeiten zu Ehren eines neuen Erdenbürgers bzw. einer neuen Erdenbürgerin. Anders als bisher bekannte Zusammenkünfte finden die so genannten Shower-Parties jedoch bereits VOR der Geburt statt. Der Grund dafür ist ebenso einfach wie einleuchtend: Während eine frisch gebackene Mutter kaum Zeit und noch weniger Muße haben dürfte, sich um die Organisation und die Gäste einer Babyparty zu kümmern, kann sie bis kurz vor der Geburt noch vergleichsweise freie Entscheidungen treffen. Die beste Gelegenheit also, sich zurückzulehnen und zu feiern bzw. sich feiern zu LASSEN! Denn traditionell richtet nicht die Schwangere selbst das Fest aus, sondern ihre besten Freundinnen. Sie kümmern sich im Namen der werdenden Mutter um Einladungen, Einkäufe und Equipement – und halten am Tag der Feier zahlreiche Geschenke bereit, die im Verlauf der Party auf die künftige Mama und ihr Kind herabregnen. Daher auch die alternative Bezeichnung „Babyshower“.

Ein Brauch mit weitreichenden Wurzeln

Doch so modern wie Babyparties dieser Beschreibung nach klingen, sind sie gar nicht. Der Brauch, Bald-Mütter hochleben zu lassen, datiert aus den mittleren und späten Dekaden des 19. Jahrhunderts, dem so genannten Viktorianischen Zeitalter. Den Gepflogenheiten entsprechend ging es auf den Babyparties dieser Epoche jedoch recht sittsam zu. Sie waren als Teegesellschaften gestaltet, zu denen sich ausschließlich Frauen trafen. Dem aktuellen Modediktat folgend trugen die Damen stets rüschen- oder spitzenbesetzte Schirmchen mit sich herum. Dieser Umstand spiegelt sich bis heute auf vielen vorgedruckten Babyshower-Einladungen wider, deren typisches Motiv ein aufgespannter Sonnen- oder Regenschirm ist.

Gut geplant ist halb gewonnen

Aus naheliegenden Gründen finden Babyparties gegen Ende des letzten Schwangerschafts-Drittels statt. Zu diesem Zeitpunkt ist die hormonell bedingte Übelkeit der ersten Wochen längst vergessen, die Sorgen um eventuelle Entwicklungsverzögerungen sind dank zahlreicher Untersuchungen ausgeräumt und die letzten Anschaffungen für das Baby wurden getätigt. Bis dato noch arbeitende Frauen genießen Mutterschutz und Freizeit – und haben keine andere Aufgabe mehr, als sich auf den Nachwuchs zu freuen. Zu nah am errechneten Geburtstermin sollte die Babyparty allerdings auch nicht liegen – denn nichts wäre unpassender, als wenn die Feier wegen einsetzender Wehen abgebrochen werden muss. Darüber hinaus stellt jede Aufregung – auch positive – eine große Belastung für die werdende Mutter dar.

(Will-) Kommen, wer will?

Ein Aspekt, den es auch beim Zusammenstellen der Gästeliste zu beachten gilt. Unerwünschte oder vollkommen unerwartete BesucherInnen sollten dort keinesfalls stehen. Am besten sprechen Sie die Anzahl und die Namen der einzuladenden Personen mit der werdenden Mutter oder einem ihr nahestehenden Menschen ab. Das erleichtert Ihnen zugleich die Wahl des passenden Veranstaltungsortes – welcher natürlich von weiteren Faktoren abhängt. So spielen neben der Menge an Gästen auch deren körperliche Verfassung sowie die Jahreszeit eine ausschlaggebende Rolle. Bedenken Sie bei der Ausstattung einer Babyshower-Party, dass nicht nur ältere Besucher, sondern auch die Schwangere bequem sitzen wollen. Findet die Feier in öffentlichen Einrichtungen wie dem Lieblingscafé oder einem Vereinsheim bzw. Gartenlokal statt, sollten Sie sich vorher erkundigen, inwieweit Sie dort selbst dekorieren dürfen.

Allzu bunt ist ungesund

Bei den diesbezüglichen Aktivitäten empfiehlt es sich, die Wünsche bzw. den Geschmack der Hauptperson zu berücksichtigen. Nicht alle werdenden Mütter mögen Deko in Baby- oder Bonbonfarben und könnten sich davon sogar überrumpelt fühlen. Sind Sie jedoch sicher, dass es gut ankommt, sind Ihrer Phantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt. Sofern das Geschlecht des Nachwuchses bekannt gegeben wurde, darf die Babyparty-Dekoration von Rosé oder Blau dominiert werden; anderenfalls wählen Sie besser neutrale Pastelltöne bzw. schlichtes Weiß. Sollten Sie sich für Blumenschmuck entscheiden, beachten Sie bitte, dass manche Sorten sehr stark duften und Gerüche in der Schwangerschaft intensiver wirken als sonst.

Genuss ohne Reue

Einschränkungen gelten auch für das Essen und Trinken auf einer Babyshower-Party. Das Angebot sollte sich daran orientieren, was für Schwangere erlaubt ist. Alkohol, scharfe oder schwer verdauliche Speisen sowie bestimmte Gewürze sind im Interesse von Mutter und Kind tabu. Doch gesunde Kost muss nicht langweilig sein.

  •  Obstsalate,
  • Gemüse-Sticks mit Dip und
  • verschieden belegte Canapées

sind ebenso leckere wie leichte Alternativen zu komplizierten Menüs. Geschlemmt werden darf natürlich auch: Da die meisten Babyparties nachmittags stattfinden, können

  • Muffins,
  • Petit fours oder
  • andere süße Gebäckstücke

auf den Tisch kommen. Sie sind eine tolle Gelegenheit, die Hauptfarben der Dekoration aufzugreifen und die Babyparty optisch abzurunden. Neben entsprechend getönten Toppings oder Glasuren bieten sich dafür farblich passende Ess- oder Zuckerblüten, Marzipan-Verzierungen oder Schriftzüge aus Schokolade an.

(K)Ein Muss: Spiele, die Spaß machen

Die wiederum bilden eine wunderbare Grundlage für typische Babyshower-Spiele, von denen mit

  • Namen-Raten bzw. -Vorschlagen,
  • dem schnellstmöglichen An-, Aus- oder Umziehen einer Puppe und
  • dem blinden Ertasten bzw. Falten von Kindersachen

nur einige genannt sein sollen. Großer Beliebtheit erfreut es sich auch,

  • den Babybauch,
  • T-Shirts für die Eltern bzw. größere Geschwister oder
  • Lätzchen bzw. Strampelanzüge

zu bemalen.

Wichtig ist, dass alle Beteiligten Spaß haben und der Verlauf sowie die Ergebnisse der Aktionen im Bild festgehalten werden. Ausgedruckte und evtl. gebundene Fotos nicht nur eine schöne Erinnerung an die Babyparty, sondern auch ein wunderbares Geschenk an die werdenden Eltern.

Damit Geschenke zum Glücksgriff werden

Womit unser Beitrag zum Höhepunkt und dem eigentlichen Anlass der initiierten Babyshower-Party kommt – dem Überreichen von Mitbringseln. Hierfür eignet sich natürlich alles, was das Neugeborene in den ersten Wochen benötigt. Doch nicht immer sind Fläschchen, Sauger und Kleidungsstücke willkommen. Da die so genannte Erstausstattung zum Zeitpunkt der Babyparty meist schon komplett ist, sind solche Geschenke zwar gut gemeint, aber schlecht durchdacht. Hat die Mutter keine ausdrücklichen Wünsche geäußert, empfehlen sich etwas weiter gefasste Gaben. Das können

  • schlichte Windeln,
  • Feuchttücher oder
  • Wickelunterlagen; aber auch
  • eine Auswahl verschiedener Babybreie oder
  • ein Gutschein für ein Neugeborenenshooting

sein – also Geschenke, welche die junge Familie nach Bedarf nutzen kann und die zeigen, dass Sie mitdenken. Darüber hinaus freuen sich werdende Mütter auch über Gaben, die explizit für sie selbst bestimmt sind. Eine

  • verwöhnende Body-Lotion,
  • ein Fußpflege-Termin oder
  • das Angebot für die junge Familie zu kochen

kommen mitunter deutlich besser an als das -zigste Paar noch so niedlicher Baby-Socken.

Fazit

Sie haben es wahrscheinlich schon bemerkt: Auch wenn die Willkommensfeier für kleine Erdenbürger die Bezeichnung „Babyshower“ trägt, sollten nicht die Winzlinge, sondern deren Mütter im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Ganz gleich, ob in Bezug auf die Terminfindung, die Dekoration, die Verköstigung oder die Geschenke: Noch viel wichtiger als das bald kommende Baby sind die Belange seiner Mama – denn schließlich ist sie es, der neben viel Glück auch eine große Verantwortung zuteil wird. Achten Sie bei der Organisation und Durchführung einer Babyparty also vor allem darauf, dass es IHR damit gutgeht.

    Schön das Sie da sind…..

    Babyfotograf Alexander Fischer aus dem Kreis Esslingen

    Über mich

    Als Fotograf bin ich auf die Schwangerschafts- und Neugeborenenfotografie spezialisiert.Aber auch für die weiteren Meilensteine in der Entwicklung ihres Kindes bin ich ihr passender Ansprechpartner.

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